Gestaltung und Prinzipien

Fächerübergreifender Unterricht

Im fächerübergreifenden Unterricht wird ein Thema in mehreren Fächern gleichzeitig inhaltlich erarbeitet. Dabei ermöglichen die unterschiedlichen fachlichen Zielsetzungen, das Thema aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten und somit ganzheitlicher zu erfassen.

Sprachliches Lernen in allen Fächern

Sprache schafft den Zugang zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Daher schreiben wir dem Ausbau der sprachlichen Fähigkeiten in allen Fächern eine bedeutende Rolle zu. Wesentliche Elemente eines solchen „sprachsensiblen“ Unterrichts sind neben dem Erlernen der deutschen Sprache für Kinder mit Migrationshintergrund die Beobachtung und Dokumentation sprachlicher Verstehensprozesse sowie darauf aufbauend die Vermittlung einer „Fachsprache“, welche auf den jeweiligen Inhalt abgestimmt ist.

Balance zwischen geöffneten und geschlossenen Unterrichtsformen

LehrerInnen organisieren ihren Unterricht in Ausgewogenheit von geöffneten und lehrergeleiteten Unterrichtsformen. Offene Unterrichtsformen wie Freiarbeit, Wochenplan, Werkstatt- oder Projektarbeit sind regelmäßige Bestandteile der Unterrichtsarbeit. Entsprechend der Unterrichtsform wird die Lernumgebung so strukturiert, dass die Kinder zum selbstständigen, eigenverantwortlichen Lernen angeregt und aufgefordert werden.

Eigenverantwortliches Lernen

Eigenverantwortliches Arbeiten ist pädagogisches Leitbild und damit Prinzip jeden Unterrichts. Die Kinder lernen nach und nach, ihre eigene Lernentwicklung sowie ihre Lernmöglichkeiten einzuschätzen und auf dieser Basis ihre individuellen Lernwege mit zu organisieren. Selbsteinschätzungsbögen, Lerntagebücher und Portfolios sind bei diesem Prozess hilfreich und werden daher regelmäßig eingesetzt.

Methodenkompetenz

Um eigenverantwortlich lernen zu können, brauchen Kinder auch ein Repertoire von Methoden und „Zugangsweisen“ zum Lernen. Daher ist die Vermittlung von Methoden ein fester Bestandteil der Unterrichtsarbeit. Sie wurde für alle Jahrgänge für die Fächer verbindlich festgelegt.

Bewegung als Prinzip des Unterrichts

Bewegung gilt als „Tor zum Lernen“, denn Bewegung fördert Wahrnehmung und Konzentration sowie die Bereitschaft und Fähigkeit zum Lernen. Daher sind regelmäßige kurze Bewegungsübungen fester Bestandteil des Unterrichts in allen Fächern.

 

JFU

Im Jahrgangsübergreifenden Förder-Unterricht lernen alle Kinder der Klassenstufen 1 und 2 ab dem 2. Schulhalbjahr in zwei wöchentlichen Stunden in jahrgangsgemischten Gruppen. Der fachliche Inhalt ist jeweils gleich, allerdings gibt es Lernangebote in unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen. Dabei können die Kinder der Klassenstufe 2 als „Experten“ wirken, die den jüngeren Schulkindern besonders gut bereits erlernte notwendige Arbeitstechniken und –formen zeigen und weitergeben können. So wird neben dem fachlichen auch das soziale Lernen gefördert.

JPU

Der Jahrgangsübergreifende Projekt-Unterricht der Klassenstufen 3 / 4 wird ebenfalls in zwei wöchentlichen Stunden während des gesamten Schuljahres für alle Lerngruppen parallel erteilt. Ein Kernstück dieses Unterrichts ist, dass die Kinder aus verschiedenen Projektangeboten wählen können. Jedes Unterrichtsprojekt wird über ein Schulhalbjahr durchgeführt. Im Verlauf der 3. und 4. Schuljahre wählt jedes Kind also vier verschiedene Projekte aus, von denen verbindlich mindestens eins jeweils die inhaltlichen Schwerpunkte Deutsch und Mathematik haben muss. Während der Durchführung sind die Kinder an der konkreten Projektausgestaltung beteiligt. Am Ende jedes Projektes steht also als ein Lernergebnis ein „Handlungsprodukt“, also von den Kindern selbst Erstelltes. Dieses wird anderen Kindern präsentiert, erläutert und teilweise von anderen SchülerInnen weiter genutzt. So können die Kinder ihre eigene Leistung, die sie im Projektteam mit ihren MitschülerInnen erbracht haben, auch für andere nutzbar machen und dies als Erfolg erleben. Auch hier wird so neben dem fachlichen wieder das soziale Lernen gefördert.

Medienerziehung und -nutzung

Im gesamten Unterricht spielen neben den traditionellen Medien – wie Bücher, Hefte, Tafeln, Plakate – inzwischen die sog. neuen Medien eine selbstverständliche Rolle. So lernen Kinder von Anfang an, den Computer als Informationsquelle und Gestaltungsmedium, zum Beispiel für Lern- und Präsentationsplakate, zu nutzen. Auch der Einsatz von Lernprogrammen – wie das Leseprogramm Antolin, ein DaZ Programm oder die Mathematikprogramme Blitzrechnen und Mathepirat – unterstützt den individuellen Lernprozess wirksam.

Präsentieren und Würdigen

Präsentieren bedeutet unter anderem „vorführen, darbieten  –  auch sich selbst.“ Im Unterricht entstehen Lernergebnisse und –produkte (z. B. Themenplakate, Bilder Texte etc.), die zunächst im Klassenverband präsentiert, aber auch im gesamten Schulgebäude ausgestellt werden. So werden die Arbeitsergebnisse der Kinder gewürdigt; gleichzeitig erhält jedes Kind eine Rückmeldung oder auch Tipps zur Weiterarbeit von den MitschülerInnen. Darüber hinaus bieten die ausgestellten Produkte Anregungen für andere Kinder.